Wie Du mit ETF langfristig ein Vermögen aufbauen kannst

Ich werde mich in zukünftigen Artikeln noch über diverse weitere, teilweise staatlich / steuerlich / vom Arbeitgeber geförderte Optionen für die Altersvorsorge äußern.

Eine Form der Geldanlage möchte ich aber an den Anfang stellen.

Einfach deswegen, weil Du meiner Meinung nach hiermit am wenigsten falsch und am meisten richtig machen kannst: Es geht um sogenannte ETF („Exchange Traded Funds“).

Hierbei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die einen bestimmten Index und seine Entwicklung abbilden. Der Index kann sich auf verschiedenste Anlageklassen beziehen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, etc.).

Die Anlage in Aktien-ETF bietet langfristig die besten Renditechancen

Wer in Zeiten niedriger Zinsen auf lange Sicht eine höhere Rendite erreichen möchte, kommt an einer Anlage in Aktien nicht vorbei. Aktien bieten – historisch gesehen – langfristig die höchste durchschnittliche jährliche Rendite (je nach Index ca. 7-8 % p.a.).

Über Aktien kann jeder am Wirtschaftswachstum partizipieren. Investiert man breit gestreut in solide, langfristig erfolgreiche Unternehmen, so kann man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit über einen langen Betrachtungszeitraum eine entsprechende Rendite erwirtschaften.

Für eine breite Streuung eignet sich die Anlage in einem großen Aktienindex. Die wohl größtmögliche Streuung bei einer Investition in einen einzelnen Index bietet der weltweite Index MSCI World. Dieser beinhaltet über 1.600 Aktien aus 23 Ländern und unterschiedlichen Branchen.

Ein bekanntes Beispiel für einen deutschen Aktienindex ist der DAX (Deutscher Aktienindex), der die Wertentwicklung der 30 größten deutschen, börsengehandelten Unternehmen abbildet. Hierzu gehören beispielsweise Adidas, Bayer, BMW, Siemens und SAP.

Die Wertentwicklung des ETFs bewegt sich (weitestgehend) parallel zum abgebildeten Index.

ETF sind kostengünstig, flexibel und bieten schon mit geringen Beträgen die Möglichkeit zur Diversifikation

Eine Anlage in ETF ist meiner Meinung nach u.a. deswegen interessant, weil Du

  • zu geringen Kosten
  • schon mit geringen Beträgen (je nach Anbieter ab ca. 25 EUR monatlich)
  • in einen breiten Markt („diversifiziert“ / breit gestreut)

investieren kannst.

Das einfache, passive Nachbilden eines Index ist auch der Grund, warum ein ETF nicht aktiv von (teuren) Fondsmanagern verwaltet werden muss.

Da es die meisten aktiv gemanagten Fonds nicht schaffen, langfristig besser abzuschneiden als ihr Vergleichsindex, ist die Bezahlung von hochbezahlten Fondsmanagern auch keine gute Idee. Die Kosten für deren Bezahlung sind in einer laufenden „Management-Gebühr“ reflektiert. Diese schmälert (genauso wie der beim Kauf fällige Ausgabeaufschlag) lediglich Deine Rendite.

Weiterhin bietet Dir die Anlage in ETF eine hohe Flexibilität: Du kannst jederzeit Deine Sparraten

  • absenken,
  • erhöhen oder
  • zwischenzeitlich aussetzen.

Weiterhin kannst Du jederzeit weitere (einmalige) ETF-Käufe zusätzlich zum Sparplan tätigen. Oder auch Anteile verkaufen, falls Du mal Geld benötigst.

Letzteres ist aber grundsätzlich nur eingeschränkt empfehlenswert, da Du hierbei (je nach aktueller Börsenlage) ggf. auch Kursverluste realisieren müsstest. Für diese unvorhersehbaren Finanzbedarfe eignet sich eher eine Liquiditätsreserve auf dem Tagesgeldkonto.

Zudem sind ETFs dahingehend sicher, dass Du als Anleger nicht die Pleite einer Bank oder Fondsgesellschaft fürchten musst: ETFs stellen Sondervermögen dar und sind daher vor deren Insolvenz geschützt.

ETF in Aktien sind der ideale Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau

Mit einem Investment in einen Aktien-ETF verbindest Du also die Vorteile einer Aktienanlage (insb. die langfristig hohen Renditechancen) mit den Vorteilen eines herkömmlichen Investmentfonds (eine breite Vermögensstreuung ist auch schon mit geringen Anlagebeträgen möglich).

Hierbei ist die Anlagestrategie transparent (diese entspricht der Abbildung des von Dir gewählten Index).

Allerdings kann der Kurs eines ETF ggf. erheblich schwanken, so dass Du keinen Schutz vor zwischenzeitlichen Verlusten hast.

Wichtig ist daher ein langfristiger Anlagehorizont. Aber diesen solltest Du beim Anlageziel „Vermögensaufbau“ oder „Altersvorsorge“ ohnehin haben.

Der einfachste Einstieg für die Anlage in Aktien-ETF ist über einen ETF-Sparplan. Hier kannst Du auch schon kleine Beträge ab ca. 25 EUR monatlich sparen, und der Einstieg in Deinen Vermögenaufbau und Deine Altersvorsorge ist gemacht.

Bildnachweis: © geralt von pixabay.com

2 Gedanken zu „Wie Du mit ETF langfristig ein Vermögen aufbauen kannst

  • 23. Juni 2018 um 20:29
    Permalink

    Hallo Andreas,

    wenn man plant sich für die Altersvorsorge neben den Vermögensaufbau in ETF eine Immobilie anzuschaffen, macht es da nicht Sinn, auf Risiko -in Aktien- anzulegen? Sonst kommt man doch niemals auf eine Summe, die den Kauf einer Immobilie fürs Alter ermöglicht.

    Und ist es heute bei den hohen Anschaffungskosten überhaupt noch sinnvoll eine Immobilie zu erwerben?

    Gruß Dorothee

    Antworten
    • 24. Juni 2018 um 12:41
      Permalink

      Hallo Dorothee,
      in diesem Punkt hast Du recht: Aussicht auf eine höhere Rendite hast Du nur, wenn Du etwas risikoreicher (z.B. in Aktien / Aktien-ETF) investierst. Aber Chance und Risiko sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Wenn Du einen konkreten Zeitpunkt im Auge hast, an dem Du das Geld für die Immobilie brauchst, ist eine (reine) Investition in Aktien meiner Meinung nach nicht geeignet. Dazu sind die Aktienmärkte zu schwankungsanfällig. Du benötigst das Geld im schlechtesten Fall genau dann, wenn die Kurse gerade kräftig gefallen sind. Langfristig als Renditebringer sind Aktien / Aktien-ETF aus meiner Sicht alternativlos. Aber Du solltest eben auch einen langfristigen Anlagehorizont haben, um Schwankungen „aussitzen“ zu können.
      Ob eine Immobilie überteuert ist, lässt sich immer nur am konkreten Einzelfall beurteilen. Aber es ist sicherlich richtig, das (insbesondere in größeren Städten oder in deren näherer Umgebung) Immobilien momentan häufig sehr teuer sind. Ich persönlich bin, was den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie angeht, eher skeptisch. Ich werde mich hier auf dem Blog zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher zum Thema „Mieten oder kaufen“ in einem eigenen Beitrag äußern.
      Viele Grüße,
      Andreas

      Antworten

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