Die drei wichtigsten Schritte, mit denen Du zum Berufsstart Ordnung in Deine Finanzen bringst

Endlich ist es soweit. Du hast Dein Studium oder Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und den ersten Arbeitsvertrag unterzeichnet. Du freust Dich darüber, dass Du jetzt endlich „richtig“ Geld verdienst, statt nur eine Ausbildungsvergütung zu erhalten oder Dich neben dem Studium mit Nebenjobs über Wasser zu halten.

Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Deine Finanzen zu sortieren und Dir ein paar Gedanken über Deine finanziellen Ziele zu machen.

Schritt 1: Führe ein Haushaltsbuch

Der erste wichtige Schritt besteht darin, Transparenz über Deine (einmaligen und laufenden) Ausgaben zu erlangen und zu behalten.

Hierzu empfehle ich Dir, ein Haushaltsbuch zu führen. Dies kannst Du natürlich auch in einem Notizbuch oder einer Excel-Tabelle tun. Ich selbst nutze hierfür eine App auf meinem Smartphone. Dies hat den Vorteil, dass ich dieses meistens bei mir habe und getätigte Ausgaben sofort erfassen kann.

So behältst Du immer den Überblick, wieviel Deines monatlichen Budgets noch verfügbar ist (unter Berücksichtigung der später im Monat noch folgenden Abbuchungen).

Schritt 2: Eröffne ein Tagesgeldkonto

Damit Du nicht sofort Dein komplettes verfügbares Budget „verbrätst“, empfehle ich Dir, ein Tagesgeldkonto einzurichten.

Damit sind wir auch schon bei den finanziellen Zielen angekommen.

Ein erstes sinnvolles Ziel besteht darin, eine Reserve für Unvorhergesehenes zu bilden. Dies kann eine plötzlich defekte Waschmaschine, eine Nebenkosten-Nachzahlung für Deine Wohnung oder eine Auto-Reparatur sein. Streng genommen sind diese Ereignisse ja gar nicht so unvorhersehbar. Die Frage ist weniger ob, sondern eher wann sie eintreten. Vor diesem Hintergrund ist es gut, eine entsprechende Reserve aufzubauen.

Schritt 3: Richte einen Dauerauftrag auf Dein Tagesgeldkonto ein

Daher rate ich Dir, von Deinem Girokonto (Gehaltseingangskonto) einen Dauerauftrag auf Dein Tagesgeldkonto einzurichten. Der Abbuchungstermin ist sinnvollerweise direkt nach dem Gehaltseingang. Wichtig ist, dass Du das Geld nicht schon ausgibst, bevor Du es beiseite legen kannst.

Weiterhin ist es wichtig, dass Du die monatliche Sparrate realistisch definierst. Denn wenn übertriebener Ehrgeiz beim Sparen dazu führt, dass Du Deinen Dispokredit in Anspruch nehmen musst, hast Du nichts gewonnen. Im Gegenteil.

Schulden solltest Du immer vermeiden. Sie bringen nicht nur ein schlechtes Gefühl mit sich, sondern kosten bei den meist exorbitant hohen Soll-Zinssätzen auch richtig Geld. Eine entsprechende Zinshöhe wirst Du auf der Habenseite vergeblich suchen.

Und: Je bewusster Du im Alltag mit Geld umgehst, desto mehr kannst Du monatlich beiseite legen.

Sind meine Ausführungen für Dich nachvollziehbar? Dann fange am besten direkt mit der Umsetzung an.

Bildnachweis: © 422737 von pixabay.com

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