Jahresrückblick 2018 – meine ersten 9 Monate als Finanzblogger

Jahresrückblick 2018 - meine ersten 9 Monate als Finanzblogger

Zum Ende eines Kalenderjahres bietet es sich an, einen Moment innezuhalten, auf die vergangenen Monate zurückzublicken und die Ereignisse des abgelaufenen Jahres Revue passieren zu lassen.

Auch ich möchte dies an dieser Stelle tun – und zwar im Hinblick auf meinen Blog.

Im Frühjahr dieses Jahres reifte bei mir der Entschluss, meinen eigenen Finanzblog zu starten. Den ersten Artikel habe ich am 10.04.2018 veröffentlicht. Seitdem ist eine Menge passiert.

Zeit für mich, auf die vergangenen Monate zurückzublicken.

Die Anfänge – warum betreibe ich einen Finanzblog?

Für Finanzen interessiere ich mich schon lange. Dies führte auch dazu, dass ich nach dem Abitur vor meinem Studium erstmal eine Banklehre gemacht habe. Nicht aus Verlegenheit oder um die Entscheidung bzgl. Studiengang aufzuschieben, sondern weil es mich wirklich interessiert hat. Familiär bin ich diesbezüglich zwar nicht durch meine Eltern, aber durch meinen Großvater vorbelastet. Vielleicht hat auch dies – unbewusst – eine Rolle gespielt.

Auch wenn mein weiterer beruflicher Werdegang in eine andere Richtung ging, so blieb mein Interesse für Finanzthemen doch bestehen. Und insbesondere nach Abschluss meines Studiums, dem ersten Job und dem ersten „richtigen“ Gehalt stellten sich natürlich etliche Fragen rund um das Thema Finanzen.

Ich habe im Zuge meiner eigenen Finanzplanungen und Anlageaktivitäten nicht nur viele Bücher und Finanzzeitschriften gelesen, sondern bin im Rahmen meiner Internetrecherche irgendwann natürlich auch auf Finanzblogs gestoßen.

Im Laufe der Zeit entstand dann bei mir der Wunsch, meinen eigenen Blog zu starten, um mein Wissen zu teilen und mich zu den Finanzthemen, die mich bewegen, mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Im Frühjahr dieses Jahres, während eines Urlaubs auf Aruba, habe ich dann die Zeit gefunden, das ganze mal konzeptionell zu durchdenken und die ersten Schritte zu planen. Im April habe ich dann meine ersten Blogbeiträge veröffentlicht.

Technisches Setup – Domainsuche, Webhosting, Webseitengestaltung und die EU-DSGVO

Bevor ich mich um die Bloginhalte kümmern konnte, galt es die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Da musste ich mich erstmal „reinfuchsen“.

Eine Domain war zu reservieren, ein Anbieter für das Webhosting auszuwählen und meine erste Webseite zu gestalten.

Die Hürde „Aufbau einer Internetseite“ habe ich mit Hilfe von WordPress gut nehmen können – hiervor hatte ich tatsächlich ein wenig Respekt. Das Buch Einstieg in WordPress 4* hat mir dabei gute Dienste geleistet.

Die nächste Herausforderung bestand dann darin, die richtigen Plugins für WordPress auszuwählen. Und sich auf diejenigen zu beschränken, die wirklich notwendig und hilfreich sind. Viel hilft da nicht immer viel.

Und schließlich trat im Mai 2018 ja dann auch noch die EU-DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) in Kraft. Auch in diesem Zusammenhang waren einige Besonderheiten zu beachten und umzusetzen.

Nach Schaffung der technischen Voraussetzungen konnte es endlich mit den Artikeln losgehen.

Für welche Zielgruppe schreibe ich – und warum?

Bevor ich meinen Blog startete, habe ich mir überlegt, für wen ich eigentlich schreiben möchte – und warum, mit folgendem Ergebnis:

Mit meinem Blog wende ich mich insbesondere an die Generation der sogenannten Millennials – also die Gruppe derjenigen, die (ungefähr) zwischen 1980 und 2000 geboren wurde.

Diese Generation, zu der ich mich am oberen Ende noch zähle (auch wenn ich leicht außerhalb der harten Grenze liege…), steht vor besonderen finanziellen Herausforderungen: Demografischer Wandel, eine nur noch geringe zu erwartende Rente, wechselhafte Erwerbsbiografien und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank erschweren es, Geld zu sparen und zu vermehren.

Umso wichtiger ist es für diese, unsere Generation, die Finanzen selbst in die Hand zu nehmen und eine aktive, vorausschauende Finanzplanung zu betreiben. Leider wird das so wichtige Wissen über Finanzthemen in der Schule oder Universität gar nicht oder viel zu wenig vermittelt.

Mit meinem Blog möchte ich dabei unterstützen, relevantes Finanzwissen aufzubauen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und (unter Umständen sehr teure) Fehler zu vermeiden.

Und ich möchte gerade Berufseinsteiger und Young Professionals dazu motivieren, möglichst frühzeitig mit dem Vermögensaufbau und der Altersvorsorge zu beginnen. Wer zu lange wartet, verschenkt wertvolle Zeit – Stichwort „Zinseszinseffekt“.

Inhaltliche Schwerpunkte meines Blogs

Grundsätzlich verstehe ich mich nicht als „Nischen-Blogger“, der sich in ein einziges Spezialthema ganz tief eingräbt. Ich möchte vielmehr möglichst ganzheitlich über die Themen schreiben, die aus meiner Sicht für meine Zielgruppe relevant sind.

Als Schwerpunktthemen sehe ich hierbei insbesondere:

Aber auch das eher unbeliebte Thema Versicherungen oder die Frage eines Immobilienerwerbs gehören für mich dazu.

Highlights meiner ersten 9 Monate als Finanzblogger

Was wäre ein Jahresrückblick ohne die Höhepunkte des Jahres? Und so möchte auch ich meine persönlichen Highlights als neuer Blogger mit Euch teilen.

Eine besonders spannende Geschichte war für mich meine Teilnahme am comdirect finanzblog award 2o18 (#fba18). Nach Bewerbung und Zulassung war jeder Teilnehmer aufgefordert, einen Beitrag zu folgendem Thema zu verfassen: „Angenommen Du gewinnst den #fba18 und erhältst 3.000 Euro Siegprämie. Wie würdest Du diesen Betrag langfristig anlegen?“

Ich habe mich an dieser Blogparademit einem Beitrag über nachhaltige Geldanlage beteiligt.

Einen Preis habe ich zwar nicht gewonnen, aber insbesondere das Finanzbarcamp im Oktober in Hamburg war für mich eine tolle Veranstaltung, bei der ich viele interessante Leute kennengelernt und mich zu vielen spannenden Themen ausgetauscht habe.

So lernte ich dort auch Vincent vom Blog freaky finance kennen. Aus diesem Kontakt ergab sich auch mein erster Gastartikel auf Vincents Blog zum Thema Smart Beta ETFs.

Da das Thema Finanzen für Frauen beim Finanzbarcamp sehr präsent war, habe ich mir das selbst auch mal angeschaut – aus Sicht eines Mannes. Zwar ist finanzielle Bildung wichtig für alle. Aber aufgrund der Lebensrealitäten vieler Frauen (durch Erziehungszeiten und real existierend Phänomene wie Gender Pay Gap) sowie das geschlechterspezifische „Mindset“ (welches offensichtlich viele Frauen z.B. vom Investieren abhält) haben meiner Meinung nach frauenspezifische Angebote in puncto Finanzen durchaus ihre Berechtigung.

Wäre das Thema auf dem finanzbarcamp nicht so präsent gewesen, hätte ich mir darüber vermutlich keine näheren Gedanken gemacht. Das ist ja das Tolle an solchen Veranstaltungen: Sie tragen zur Erweiterung des persönlichen Horizontes bei.

Ein besonderes Highlight war für mich in jedem Fall auch mein Treffen mit Gottfried Heller, dem wohl erfahrensten Börsenexperten Deutschlands sowie Freund und Geschäftspartner von André Kostolany.

Wie es dazu kam? Da mich Gottfried Hellers Buch Der einfache Weg zum Wohlstand* vor einigen Jahren mal dazu inspiriert hat, einen wesentlichen Teil meiner langfristigen Geldanlage auf Aktien-ETFs umzustellen, hatte ich mich für einen Blogbeitrag nochmal näher damit auseinandergesetzt.

In diesem Zusammenhang habe ich dann einfach mal Kontakt zu ihm aufgenommen. Es ergab sich ein netter und interessanter Austausch, zunächst per E-Mail, der schließlich in einem persönlichen Kennenlernen mündete. Über dieses Treffen habe ich auch einen (bereits oben verlinkten) Artikel geschrieben.

Da Gottfried Heller – als dessen langjähriger Geschäftspartner und Freund – ja meist mit André Kostolany in Verbindung gebracht wird, hat mich dieses Treffen auch dazu inspiriert, mich endlich einmal näher mit André Kostolany und seinen Weisheiten zu beschäftigen.

Auch wenn Kostolany schon einige Jahre tot ist, so existieren die von ihm und Gottfried Heller gemeinsam ins Leben gerufenen Börsenseminare weiterhin. Und so meldete ich mich zum Kostolany Börsenseminar 2018 an, welches im November in München stattfand.

Am Vortag des Kostolany Börsenseminars hatte ich die Gelegenheit, meinen Austausch mit Herrn Heller fortzusetzen. Sehr zu meiner Freude konnte ich ihn hierbei für einen Gastbeitrag auf meinem Blog gewinnen, der in zwei Teilen im Dezember veröffentlicht wurde:

Zahlen, Daten, Fakten

Kein Rückblick ohne „Facts and Figures“… Und so möchte ich auch ein paar Zahlen verraten.

  • Seit April habe ich 34 Blogbeiträge veröffentlicht.
  • Zum Stichtag 28.12.2018 haben – laut Google Analytics – in den 9 Monaten seit Blogstart insgesamt 21.670 Besucher meinen Blog besucht (32.500 Sitzungen).
  • Der meistgelesene Artikel befasste sich mit dem Thema Budgetieren und Sparen.

Social Media und Newsletter

Jeder Blogger steht – gerade am Anfang – vor der Herausforderung, Leser für seinen Blog zu gewinnen und zu halten.

So habe ich meine ersten Gehversuche bei der Suchmaschinenoptimierung gestartet und in den sozialen Medien Auftritte bei Facebook, Twitter und Pinterest erstellt.

Weiterhin biete ich einen (ca. monatlichen) Newsletter an, zu dem Du Dich hier anmelden kannst.

Darüber hinaus werden Besucher auf meine Beiträge aufmerksam durch Veröffentlichung auf den Portalen Finanzblogroll und Finanzblognews, bei denen mein Blog netterweise aufgenommen wurde.

Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass es einige meiner Beiträge im August, September und November in die Finanzblogroll Highlights geschafft haben.

Weiterhin wurde mein Beitrag über die Bedeutung von Finanzbildung als Podcast Folge bei Finanzblogroll (Episode 30) vertont.

Last but not least habe ich mich über die Gelegenheit gefreut, meinen Blog auf Finanzblognews in Form eines Interviews vorzustellen.

Es hat sich also einiges getan in den vergangenen 9 Monaten meines Daseins als Finanzblogger. Mir hat das alles sehr viel Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf die nächsten Aktivitäten und Herausforderungen im neuen Jahr.

Ausblick auf 2019

Zum Schluss möchte ich daher noch kurz in die Zukunft blicken und einige meiner Pläne für das neue Jahr teilen. Denn was wäre ein Jahresrückblick ohne Ausblick?

Folgende Dinge habe ich mir für meinen Blog für 2019 vorgenommen:

  • Ich möchte einen möglichst großen Mehrwert für meine Leser bieten. Daher freue ich mich auch immer über Feedback oder Anregungen.
  • Ich möchte meinen Blog noch bekannter machen und meine Leserzahlen weiter steigern.
  • Auch wenn das Bloggen für mich ein zeitintensives Hobby neben meinem Job ist, möchte ich regelmäßig (das bedeutet für mich: 2 – 4 mal pro Monat) Blogartikel verfassen, um die Generation der Millennials beim Aufbau von Finanzwissen, beim Vermögensaufbau und bei der Altersvorsorge unterstützen.
  • Weiterhin plane ich mein erstes eBook zu veröffentlichen.
  • Und nicht zuletzt freue ich mich immer, weitere interessante Kontakte zu Lesern, anderen Bloggern oder in welche andere Richtung auch immer zu knüpfen. Insofern freue ich mich auch schon auf das nächste Finanzbarcamp und weitere Veranstaltungen dieser Art.

In diese Sinne freue ich mich auf alles, was das neue Jahr so bringen mag, und wünsche Euch einen „guten Rutsch“ sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2019.

Bildnachweis: © Gellinger von pixabay.com

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