Gastbeitrag von Gottfried Heller: Reformvorschläge für eine leistungsfähige, zukunftstaugliche Altersrente [Teil 1]

 

Gastbeitrag von Gottfried Heller

Bestandsaufnahme: Vermögensbildung mangelhaft, Rentenfrage ungelöst

Oder: Das Märchen von den reichen Deutschen

Vielen Politikern von links bis rechts kommt, immer wenn es einen finanziellen Missstand gibt oder wenn es gilt, einem Problemland in der Eurozone aus der Patsche zu helfen, locker über die Lippen, dass Deutschland ein wohlhabendes Land sei.

Die Realität ist, dass Deutschland zwar ein wirtschaftlich starkes, jedoch kein wohlhabendes Land ist. Die Menschen, die in den Problemländern mit hoher Arbeitslosigkeit, schwachem Wirtschaftswachstum und ausufernden Staatsschulden leben, stehen in puncto Privatvermögen vielfach besser da als die Deutschen.

Der Allianz Global Wealth Report weist jedes Jahr die Vermögensentwicklung der Industrie- und Schwellenländer anhand statistischer Daten aus.

Allianz Global Wealth Report 2018

Durchschnittliches Brutto-Geldvermögen pro Kopf Ende 2017:

 LandVermögen in US-$
1Schweiz261.100
2USA208.500
3Dänemark154.560
4Niederlande143.950
5Schweden141.280
6Australien134.460
7Kanada127.470
8Singapur125.960
9Belgien117.940
10Großbritannien114.980
11Japan112.470
12Neuseeland109.700
13Taiwan108.200
14Norwegen91.050
15Israel87.150
16Frankreich82.930
17Irland79.250
18Österreich75.460
19Italien74.240
20Deutschland73.630

 

Wie aus der Tabelle ersichtlich, steht Deutschland auf Rang 20. 11 europäische Länder stehen vor Deutschland, sogar Italien.

Wohneigentum in Europa:

Anteil der Haushalte, die in den eigenen vier Wänden leben:

 LandWohneigentumsquote
1Rumänien97%
2Slowakei90%
3Ungarn90%
4Bulgarien87%
5Spanien83%
6Polen81%
7Tschechien79%
8Griechenland77%
9Portugal75%
10Finnland74%
11Belgien72%
12Italien72%
13EU-Durchschnitt71%
14Schweden71%
15Großbritannien70%
16Dänemark67%
17Niederlande67%
18Frankreich62%
19Österreich57%
20Deutschland53%

Deutschland zählt in der EU mit 53% zu den Schlusslichtern. Die südeuropäischen Problemländer (Spanien, Griechenland, Portugal, Italien) stehen mit Wohneigentumsquoten von 72% bis 83% weit vor Deutschland mit nur 53%.

Beim Gesamtvermögen kommt man deshalb zu wahrhaft erschreckenden Ergebnissen. Im Jahr 2013 hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine Studie zu Armut und Reichtum in den Mitgliedsländern der Eurozone veröffentlicht:

Da lag, Geld- und Immobilienvermögen zusammengezählt, Luxemburg mit durchschnittlich 710.000 Euro Vermögen je Haushalt vorn. Dann folgte schon Zypern mit 671.000 Euro – genau das Zypern, das kurz zuvor von der EU mit Milliardensummen vor der Pleite bewahrt wurde. Es folgten Malta, Belgien, Spanien, Italien und Frankreich, die Gesamtvermögen zwischen 233.000 Euro und 339.000 Euro je Haushalt auswiesen.

Mit durchschnittlich 195.000 Euro pro Haushalt rangierte Deutschland – unser „reiches Land“  weit im unteren Drittel.

Auch diese ernüchternde Wahrheit ist nur die halbe Wahrheit. Zieht man das Medianvermögen statt des Durchschnittsvermögens heran, also das Vermögen, das die Haushalte in genau zwei gleiche Hälften teilt, erscheint Deutschland sogar auf dem allerletzten Platz. Das Medianvermögen belief sich in 2013 auf gut 51.000 Euro, weniger als halb so viel wie der Eurozone-Durchschnitt von 109.000 Euro.
Mit anderen Worten: Die Hälfte der deutschen Haushalte verfügte über weniger als gut 51.000 Euro, die andere Hälfte über mehr. Luxemburg war auch hier einsame Spitze mit 398.000 Euro je Haushalt, vor Zypern mit 267.000 Euro.

Und selbst Griechenland, das kurz zuvor seine vorwiegend ausländischen Anleihegläubiger durch einen Schuldenschnitt mit rund 100 Milliarden Euro zur Ader gelassen hatte, wies mit 102.000 Euro pro Haushalt ein haargenau doppelt so hohes Medianvermögen auf wie der deutsche Eurorettungs-Zahlmeister.

Es ist auffallend, dass besonders die südeuropäischen Schuldnerländer ein deutlich höheres Gesamtvermögen als Deutschland besitzen. In diesen Ländern sind die Bürger reich und der Staat ist arm. In Deutschland dagegen sind die Bürger arm und der Staat ist reich.

In Deutschland sind die Bürger arm und der Staat ist reich.

Wenn wir also zur Kasse gebeten werden, um die reicheren Nachbarn im Süden zu retten, zahlen wir das aus laufenden Steuereinnahmen.
Die Abgabenlast aus Steuern und Sozialabgaben in Deutschland ist, nach Belgien, für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener die höchste aller OECD-Länder! (Bei Ehepaaren gilt das nicht).

Die Deutschen fallen bei der Vermögensbildung immer weiter zurück

Die Deutschen fallen bei der Vermögensbildung immer weiter zurück. Und das, obwohl wir so stolz auf den inoffiziellen Titel des Sparweltmeisters sind. Die Sparquote, also der Anteil am verfügbaren Haushaltseinkommen, ist in Deutschland mit rund 10% im internationalen Vergleich hoch. Die Deutschen sparen also viel, aber sie sparen falsch.

Die Deutschen sparen viel, aber sie sparen falsch.

Das wird aus der aktuellen Statistik der Deutschen Bundesbank über die Aufteilung des Geldvermögens der Deutschen von Mitte 2018 ersichtlich. Demnach besaßen die Deutschen ein Geldvermögen von rund 6 Billionen Euro. Diese Summe war wie folgt angelegt:

AnlageformAnteil
Bargeld und Bankeinlagen40%
Versicherungen und Altersvorsorgesysteme38%
Festverzinsliche Wertpapiere2%
Aktien5%
Sonstige Beteiligungen5%
Investmentfonds inkl. ETFs10%

In den USA haben die Wertveränderungen – vor allem durch Aktienkursgewinne – drei Viertel zum Vermögenswachstum der letzten 5 Jahre bis 2016 beigetragen, im Euroraum waren es mit 56% deutlich weniger. Und in Deutschland waren es gerade einmal 27%, also nicht halb so viel wie im Euroraum-Durchschnitt und nur ein Drittel so viel wie in den USA.

Der legendäre Investor und Financier Bernard Baruch hat den weisen Spruch geprägt: „Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld auszugeben, aber nur zwei, es zu erwerben: Entweder wir arbeiten für Geld, oder das Geld arbeitet für uns.“

Die Amerikaner lassen ihr Geld für sich arbeiten, die Deutschen arbeiten für ihr Geld. Und sie legen ihr Geld so unproduktiv und einfallslos an, wie kein anderes Volk unter den Industrieländern.

Die Deutschen legen ihr Geld so unproduktiv und einfallslos an, wie kein anderes Volk unter den Industrieländern.

80% des deutschen Geldvermögens von rund 6 Billionen Euro – das sind 4,8 Billionen – stecken also in Zinsanlagen oder Versicherungen, die seit Jahren praktisch keine Zinsen abwerfen. Nur 5% sind in Aktien angelegt. Rechnet man die 10% Investmentfonds noch hinzu, kommt man auf 15%, wobei darin zum Teil auch Anleihen enthalten sind.

Laut der Allianz-Studie haben die Deutschen von 2011 bis 2016 eine jährliche Durchschnittsrendite von 3,4% erzielt. Die Griechen haben mit 7% mehr als die doppelte Rendite der Deutschen erzielt, die Finnen schafften 8% und die Holländer 6%. Die beiden wiesen den höchsten Wertpapieranteil am Vermögen auf.

Eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) von 2016 über den Aktionärsanteil der Gesamtbevölkerung erklärt die Ertragsschwäche des deutschen Geldvermögens:

LandAktionärsanteil
Niederlande30%
USA25%
Großbritannien23%
Schweden19%
Frankreich15%
Deutschland7,5%

Langfristig bringen Aktien mit Abstand die höchsten realen Renditen – nach Abzug der Inflationsrate – wie folgende Statistik zeigt.

Reale Renditen der Assetklassen von 1900 bis 2017:

 AktienStaatsanleihenSchatzwechsel (Festgeld)
Europa4,3%1,3%0,8%
USA6,5%2,0%0,8%
Welt5,2%2,0%0,8%

Quelle: Dimson, Marsh, Staunton

Rechnet man die Inflationsrate von durchschnittlich 3,0 Prozent hinzu, lagen die nominalen Aktienrenditen also weltweit im Durchschnitt bei 8%.

Fazit der Bestandsaufnahme

Die Vermögensbildung und die Altersvorsorge liegen in Deutschland im Argen. Eine wachsende Zahl von Bürgern wird im Alter Abstriche in ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen und für viele droht sogar Altersarmut.

Überall, wo wir vorne liegen sollten – bei Vermögen, Aktienbesitz etc. – liegen wir hinten und wo wir hinten liegen sollten – bei Steuern und Abgaben – liegen wir vorne!

Überall, wo wir vorne liegen sollten, liegen wir hinten, und wo wir hinten liegen sollten, liegen wir vorne.

Tragfähige ausländische Rentenmodelle

Rentenprobleme gibt es überall – aber Deutschland steht besonders schlecht da

Alle Industrieländer stehen in puncto Altersrenten vor schwierigen Zeiten, weil sie mehr oder weniger auf das Umlageverfahren aufbauen. Die Geburtenzahlen sind viel kleiner als vor einem halben Jahrhundert und die Menschen werden zunehmend älter.

Es ist eine Schande, dass ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland es über die Jahrzehnte nicht geschafft hat, eine tragfähige und zukunftsfeste Altersvorsorge aufzubauen. In der Wirtschaft sind wir Weltklasse, in der Altersvorsorge sind wir Provinzklasse.

In keinem modernen Industrieland werden Aktien als die langfristig mit Abstand ertragsstärkste Anlageform, die am besten für die private Altersvorsorge und den Vermögensaufbau geeignet ist, so benachteiligt wie in Deutschland.

Kein Wunder, wenn ein ehemaliger Bundeskanzler und studierter Volkswirt, Helmut Schmidt, in einem Interview mit dem Zeit-Magazin auf die Frage, ob er jemals Aktien besessen habe, antwortet: „Ich weiß nicht genau. Ich habe mich nie darum gekümmert.“ Und er antwortet auf die Frage: „Sie trauen … der Aktie nicht?“ „Die Aktie an sich ist ein meinem Gefühl und meinem Denken wenig entsprechendes Instrument. Als Altersvorsorge ist die Aktie unbrauchbar.“

Bei der Frage nach den größten Ängsten der Deutschen steht die Altersvorsorge heute an erster Stelle. Man kann sich leicht ausmalen, welchen Problemen viele Bundesbürger entgegengehen, weil hierzulande sowohl die staatliche Rente als auch die private Vorsorge und zudem das Privatvermögen weit hinter dem unserer Nachbarländer herhinken.

Die OECD hat die sogenannte Nettoersatzrate berechnet und kommt für Deutschland zu dem Ergebnis, dass die gesetzliche Rente derzeit 50,5% des Einkommens eines durchschnittlichen Verdieners erreicht. Das liegt weit unter dem Durchschnitt aller 34 OECD-Staaten von 62,9%. Der EU-Durchschnitt beträgt sogar 70,6%.

Deutlich besser stehen die Italiener mit 93,2%, die Holländer mit 100,4%, die Portugiesen mit 94,9% und die Spanier mit 81,8% da. Das zeigt, dass die gesetzliche Rente allein den Lebensstandard der Deutschen bei weitem nicht absichern kann – mit starker Tendenz zur Verschlechterung.

Das Rad für eine leistungsfähige Vorsorge ist längst erfunden

Ich habe in meinem Buch „Die Revolution der Geldanlage“* fünf internationale Beispiele ausgewählt, die mit unterschiedlichen Methoden das Rentenproblem angegangen sind. Sie können Deutschland als Anschauungsunterricht dienen, und sie zeigen eindrucksvoll, dass das Rad für eine leistungsfähige Vorsorge längst erfunden ist. Berlin muss es nicht immer wieder neu versuchen und dann beispielsweise einen Murks, wie die Riester-Rente, produzieren.

Ich greife drei Länder heraus.

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind weltweit das bekannteste Beispiel für eine seit langem bestehende betriebliche und private Vorsorge.

Die Amerikaner beschränken sich aber nicht allein auf die beiden privaten Säulen, sondern sie haben auch ein funktionierendes System der staatlichen Rente, die Social Security. Deren Beitragssatz liegt seit rund 30 Jahren unverändert bei 12,4%, je zur Hälfte zu tragen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Das ist deutlich weniger als in Deutschland mit 18,7% (2017). Das System ist zudem durch ein Kapitalvermögen von über 2 Billionen Dollar abgesichert.

Da die Beschäftigten einen geringeren Anteil ihres Einkommens für die gesetzliche Rente ausgeben müssen als bei uns, haben sie netto mehr Geld für die betriebliche und private Vorsorge übrig.

Dieses „eingesparte“ Geld fließt seit 1978 vielfach in die betriebliche Vorsorge, die mit dem 401(K)-Plan eine rentable und flexible Lösung bietet. Viele Arbeitgeber schießen 50% bis 100% der Beiträge zu. Arbeitnehmer können bis zu 15% des Jahreseinkommens, maximal 18.500 Dollar, einzahlen, über 50-jährige zusätzlich weitere 6.000 Dollar, maximal pro Jahr also 24.500 Dollar.

Wenn man das mit den maximal 2.100 Euro jährlich für die Riester-Rente vergleicht, wird schnell klar: Das ist eine Lachnummer! Mit so geringen Beträgen können die Deutschen den Rückgang des Rentenniveaus nicht ausgleichen, schon gar nicht wenn das Geld überwiegend in Riester-Versicherungen fließt, die wiederum überwiegend in heute renditelose Zinsanlagen investieren.
Ganz anders in den USA: Die Beiträge der 401(K)-Pläne werden überwiegend in Aktien und gemischte Fonds investiert, bei denen die Anlagestrategie auf das erwartete Rentenalter abgestimmt wird. In den letzten Jahren wurde ein zunehmend größerer Teil in ETF-Sparpläne angelegt, weil sie flexibel, breit gestreut und vor allem preiswert sind.

Die Beiträge sind für Arbeitnehmer steuerfrei, der Arbeitgeber kann seinen Anteil steuerlich absetzen. Es gibt seit 2006 zusätzlich den Roth 401(K) (Name des Senators, der das Gesetz eingebracht hat), der mit schon versteuertem Einkommen aufgebaut wird. Bei ihm sind die Erträge im Rentenalter steuerfrei, während sie beim klassischen 401(K) dann der deutlich geringeren Einkommensteuer unterliegen.
Generell sind die Erträge – Zinsen, Dividenden, Kursgewinne – in der Phase des Ansparens steuerfrei. Die Eigenverantwortung wird in den USA also großgeschrieben.

Kapitalwachstum, Dividenden und Zinsen sind nach fünf Jahren Vertragsdauer steuerfrei. Die transparente, flexible und renditestarke Art der Altersvorsorge hat bewirkt, dass US-Bürger 2014 kurz vor Rentenantritt (mit 60 bis 64 Jahren) im Durchschnitt 360.000 Dollar auf ihren Vorsorgekonten angespart hatten. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, dass zusätzlich noch rund 80% der Rentnerhaushalte über Immobilienvermögen verfügen. Und dieser Umstand ist mit ein Grund dafür, dass amerikanische Durchschnittshaushalte im internationalen Vergleich finanziell relativ gut für den Ruhestand gerüstet sind.

Frankreich

In Frankreich ist die staatliche Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren aufgebaut. Die Rente fällt mit einer Nettoersatzquote von 74,5% viel höher aus als bei Deutschland mit nur 50,5%.

Interessant ist vor allem die private Vorsorge, denn hier hat Frankreich einen aktienfreundlichen Weg gewählt. Für alle gibt es den Aktiensparplan PEA (Plan d’epargne en actions), in den jedermann im Laufe der Zeit bis 150.000 Euro in Aktien, Fonds und Zinsanlagen investieren kann. Voraussetzung: 75% der Aktien sind von Unternehmen der Europäischen Union. Es gibt eine Spekulationsfrist. Die Erträge sind steuerfrei, nach 5 Jahren Haltedauer auch die Kursgewinne.

Zusätzlich werden PEA für Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen eingerichtet, in den weitere 75.000 Euro angespart werden können. Ein Alleinstehender kann also bis zu 225.000 Euro, ein Ehepaar bis zu 450.000 Euro in renditestarke Aktien und Fonds investieren.

Im Vergleich dazu sind die Riester-Höchstbeträge von 2.100 Euro pro Jahr ein Witz.

Niederlande

Die Holländer haben ein Vorsorgesystem entwickelt, das vielen anderen Ländern als Vorbild dient. Es wird gerne als „Cappucchino-Modell“ bezeichnet:

  • Grundrente als Kaffee
  • Betriebsrente als Sahne
  • Private Vorsorge als Schokostreusel obendrauf.

Die Grundrente ist nach dem Umlageverfahren gestaltet, in der alle Bürger versichert sind, sogar Beamte!

Die zweite Säule besteht aus der kollektiven betrieblichen Altersversorgung. Die meisten Rentengelder werden von Pensionsfonds verwaltet. Üblicherweise zahlen die Arbeitgeber zwei Drittel der Beiträge ein. Deshalb verfügen 90% aller Arbeitnehmer über eine betriebliche Rentenversicherung, in Deutschland nur 30%.

Sie ist attraktiv, weil auf Pensionsbeiträge keine Steuern erhoben werden und alle Kapitalerträge der Pensionsfonds steuerfrei bleiben. Erst bei der Rentenauszahlung tritt die Steuerpflicht ein. Insbesondere Fondssparpläne und Versicherungen werden vom Staat gefördert.

Die Niederländer gehören zu den Reichsten in Europa. Mit einem durchschnittlichen Bruttogeldvermögen von 143.950 Euro besaßen sie im Jahr 2017 fast genau doppelt so viel wie ihre deutschen Nachbarn mit nur 73.630 Euro.

Fortsetzung folgt…

Im zweiten Teil des Gastbeitrages

  • wird das Rentenmodell aus einem weiteren europäischen Land vorgestellt
  • werden Reformvorschläge für ein tragfähiges, zukunftstaugliches deutsches Rentenmodell unterbreitet
  • wird empfohlen, das Index-Investieren als neue, revolutionäre Investmentform für Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge zu nutzen.

Über den Autor

Gottfried Heller genießt einen hervorragenden Ruf als Analytiker langfristiger Börsen- und Wirtschaftstrends und gilt als profunder Kenner der internationalen Finanzmärkte. Im Jahr 2007 wurde er vom „Elite-Report“ als einer der „erfahrensten Vermögensverwalter“ mit der Goldenen Pyramide ausgezeichnet.

Seine erfolgreiche Karriere als Vermögensverwalter und Fondsmanager begann er 1971 mit der Gründung der FIDUKA – zusammen mit Börsenlegende André Kostolany. Wenige Jahre später folgten die ebenfalls gemeinsam gegründeten „Kostolany Börsenseminare“, die ersten ihrer Art in Deutschland.

In seinem Buch „Die Wohlstandsrevolution“, erschienen 1992, hat er frühzeitig den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg der Schwellenländer, deren wachsenden Wohlstand und ihre zunehmende Bedeutung auch für die Börse vorhergesagt. Sein Buch „Der einfache Weg zum Wohlstand“, erschienen 2012, stand viele Wochen auf der Manager Magazin Bestsellerliste. Heller schreibt seit Jahrzehnten Kolumnen in Presse- und Internet-Publikationen und ist gern gesehener Gast in Funk und Fernsehen.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, vor allem jungen Menschen klarzumachen, dass es klug ist, mit Aktien systematisch für das Alter vorzusorgen.

Bildnachweis: © Ina Zabel (Bild von Gottfried Heller)

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Gottfried Heller über #Rente und #Altersvorsorge

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