ETF Auswahlkriterien: So findest Du den richtigen Indexfonds

In diesem Artikel beschreibe ich die aus meiner Sicht wichtigsten ETF Auswahlkriterien. Sie sollen Dir dabei helfen, einen für Dich geeigneten Indexfond (Exchange Traded Funds – ETF) zu finden.

Ist der Entschluss gefasst, den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge mit Hilfe von Exchange Traded Funds (ETFs) anzugehen, dann stellt sich die Frage nach dem konkreten Produkt.

Denn die Auswahl an ETFs ist schier unermesslich. Weiterhin sind die verwendeten Abkürzungen und Bezeichnungen für Einsteiger in diese Thematik häufig verwirrend und sorgen ggf. für Vorbehalte, da sie nicht verstanden werden.

Mit meinem Beitrag möchte ich Licht ins Dunkel bringen und Euch bei der Wahl eines für Euch passenden ETFs unterstützen.

Vorüberlegung: Persönliche Risikobereitschaft und Vermögensaufteilung

Bevor Du Dich mit der Auswahl eines oder mehrerer Indizes beschäftigst, musst Du Dir Gedanken über Deine Risikobereitschaft und die sich daraus ableitende „Asset Allocation“ (also die Aufteilung Deiner Geldanlage auf verschiedene Anlageklassen) machen.

Dein Portfolio, also Deinen Bestand an Wertpapieren und anderen Geldanlagen, kannst Du ganz grundsätzlich nämlich in einen risikobehafteten und einen risikoarmen Teil unterteilen.

Risikoarm sind beispielsweise ein Tagesgeld (die deutsche Einlagensicherung greift bis 100.000 €) oder kurzfristig laufende Staatsanleihen von Ländern mit höchster Bonität, z.B. der Bundesrepublik Deutschland.

Der risikobehafte Anteil besteht i.d.R. überwiegend aus Aktien.

Chancen und Risiken sind hierbei immer zwei Seiten der gleichen Medaille. Um Aussicht auf eine attraktive Rendite zu haben, ist eine gewisse Risikobereitschaft notwendig.

Langfristig bieten Aktien die besten Renditeaussichten. Je jünger Du bist und je länger Dein Anlagehorizont ist, desto höher kannst Du grundsätzlich Deinen Aktienanteil wählen. Dies liegt daran, dass Du dann einfach noch mehr Zeit hast, schlechte Börsenphasen mit niedrigen Kursen „auszusitzen“ und bessere Börsentage abzuwarten.

Aktien haben bei einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren übrigens immer eine positive Rendite gehabt (vgl. Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts). Es lohnt sich also, Schwankungen (die an der Börse unvermeidlich sind) auszusitzen.

Eine Faustregel für die Höhe Deines Aktienanteils am Gesamtportfolio lautet: 100 – Lebensalter = Aktienanteil. Wenn Du also 30 Jahre alt bist, ist nach dieser Regel ein Aktienanteil von 70 Prozent angemessen.

Als grobe Orientierung finde ich diese Regel gut, wobei natürlich immer viele individuelle Komponenten berücksichtigt werden müssen.

Sowohl in Aktien als auch in Anleihen („Renten“) sowie in weitere Anlageklassen lässt sich bequem über ETFs investieren.

Anlageschwerpunkt und Wahl des Index

Aus Deiner persönlich gewählten Aufteilung ergibt sich dann die Wahl der geeigneten Indizes (bzgl. zugrunde liegender Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen) für Deine ETFs.

Wertpapierindizes gibt es wie Sand am Meer. Es gibt globale Aktienindizes (MSCI World, MSCI ACWI), Schwellenländer Indizes (MSCI Emerging Markets), amerikanische Aktienindizes (Standard & Poors 500), europäische Aktienindizes (MSCI Europe, Stoxx Europe 600, Euro Stoxx 50), länderspezifische z.B. deutsche Aktienindizes (DAX, MDAX) sowie jede Menge weitere Indizes, die z.B. branchenspezifisch Akzente auf einzelne Bereiche der Wirtschaft setzen.

MSCI, Stoxx, Standard & Poors oder FTSE sind Beispiele für große Indexanbieter. Am bekanntesten dürfte der Anbieter MSCI sein. MSCI steht für Morgan Stanley Capital International und ist der Name des US-amerikanischen Finanzdienstleisters, der die nach ihm benannten Indizes veröffentlicht. FTSE steht für Financial Times Stock Exchange und ist ein britisches Unternehmen, das Indizes veröffentlicht. Die Firma wurde 1995 als Joint Venture von der Financial Times und der Londoner Börse gegründet.

Gängige Index-Kategorien – und die richtige Wahl zum Start

Die Indizes lassen sich für eine erste Orientierung in verschiedene Kategorien unterteilen. Verbreitete Indexkategorien sind:

  • Weltportfolio (MSCI World, MSCI ACWI, MSCI Emerging Markets)
  • Regionen (Europa, Eurozone, BRICS, Asien)
  • Einzelne Staaten (z.B. Deutschland, USA)
  • Branchen (z.B. Energie, Technologie, Gesundheitswesen, Konsumgüter)
  • Rohstoffe (z.B. Öl, Edelmetalle, Industriemetalle, Landwirtschaft)
  • Spezielle Strategien (z.B. Dividenden oder Nachhaltigkeit)
  • Immobilien
  • Anleihen
  • Smart Beta.

Einen Überblick über das breite Angebot an ETFs kannst Du Dir bei jedem Online Broker verschaffen. Dort kannst Du nach sparplanfähigen ETFs suchen und nach verschiedenen weiteren Kriterien filtern.

Die ganze Welt abdecken – schon mit ein bis zwei ETFs

Wer noch nie etwas mit Aktien zu tun hatte, sollte zum Einstieg einen ETF wählen, der möglichst viele Länder und Branchen umfasst (idealerweise weltweit). Eine breite Streuung („Diversifikation“) wirkt nämlich risikomindernd.

Die geeignete Kategorie für den ersten ETF-Sparplan ist daher aus meiner Sicht das Weltportfolio. Beispiele hierfür sind der MSCI World (dieser Index enthält Aktien aus 23 entwickelten Ländern) oder der MSCI All Country World Index (dieser Index enthält Aktien aus 23 entwickelten Ländern und 24 Schwellenländern).

Als Startpunkt für einen Sparplan mit 2 ETFs eignen sich daher aus meiner Sicht beispielsweise

  • MSCI World
  • MSCI Emerging Markets

oder

  • MSCI ACWI
  • MSCI World Small Cap.

Hinweis: Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Anlageberatung oder Kaufempfehlung, sondern um meine Privatmeinung.

Die in Europa führenden Anbieter von ETFs sind übrigens iShares, Xtrackers, Lyxor, Vanguard und Amundi.

Sparplanfähigkeit

Nach diesen Ausführungen komme ich zum ersten ETF Auswahlkriterium: Der Sparplanfähigkeit. Zunächst musst Du nämlich prüfen, ob Dein präferierter Index bei Deiner Depotbank bzw. Deinem Online-Broker auch als Sparplan angeboten wird.

Nicht alle ETFs lassen sich auch als Sparplan in (meist monatlichen) Raten realisieren. Ob ein bestimmter ETF sparplanfähig ist, variiert bei den unterschiedlichen Anbietern (Depotbank / Online-Broker).

Bei den großen Indizes wie z.B. MSCI World ist dies aber in der Regel der Fall.

Replikationsmethode: Physisch oder synthetisch?

Ein grundsätzliches Unterscheidungsmerkmal von ETFs ist das zweite ETF Auswahlkriterium: Die Methode, mit der ein Index und die in ihm enthaltenen Wertpapiere abgebildet werden, wird als „Replikationsmethode“ bezeichnet.

Für die meisten großen Indizes gibt es sowohl physische („replizierende“) als auch synthetische ETFs.

Doch was ist genau der Unterschied, und welche Variante ist vorzuziehen?

Ein physischer / replizierender ETF kauft alle Wertpapiere, die in dem Index enthalten sind, auch tatsächlich physisch ein. Sofern sich die Zusammensetzung eines Index ändert (wie z.B. kürzlich beim DAX: Commerzbank raus, Wirecard rein), kauft ein replizierender Index das neue Wertpapier und verkauft das andere, welches nicht mehr dem Index angehört.

Bei synthetischen („Swap“-basierten) ETFs garantiert der Anbieter des ETFs hingegen nur die Wertentwicklung des gewählten Index, ohne dass er selbst die Wertpapiere des Index hält. Hierfür sucht sich der Anbieter ein Gegenüber, den sog. Swap-Kontrahenten (meist eine andere Bank). Dieser garantiert die Erträge aus dem im Index befindlichen Wertpapieren. Dies führt dazu, dass der ETF nicht jede Veränderung nachvollziehen muss, was zu reduzierten Transaktionskosten eines synthetischen gegenüber einem physischen ETF führt. Letztendlich handelt es sich hierbei um eine künstliche Nachbildung von Indizes, bzw. von deren Wertentwicklung.

Im Ergebnis haben synthetische ETFs meist etwas geringere Kosten (Total Expense Ratio – TER). Andererseits besteht durch das SWAP-Geschäft ein Kontrahenten-Risiko, welches aber bestmöglich reduziert wird.

Ich persönlich bevorzuge physische ETFs, weil ich mich besser damit fühle zu wissen, dass die Wertpapiere des Indizes tatsächlich auch beim Anbieter existieren, und nicht nur ein derivativer Finanzkontrakt.

Ertragsverwendung: Ausschüttend oder thesaurierend?

Kommen wir nun zum dritten ETF Auswahlkriterium. Ein anderer, grundsätzlicher Unterschied besteht in der Ertragsverwendung. Hier ist aus meiner Sicht nicht die eine Variante besser als die andere. Es ist eine Frage Deiner Präferenzen.

Als Anleger hast Du die Wahl zwischen ETFs, die die Erträge aus Aktien (Dividenden) oder Anleihen (Zinsen) regelmäßig ausschütten und solchen ETFs, die die Erträge automatisch wieder anlegen („thesaurieren“).

Wenn Dein Ziel ist, aus vorhandenem Vermögen regelmäßig Erträge zu erzielen, dann sind ausschüttende ETFs die richtige Wahl.

Wenn Du aber gerade erst anfängst zu sparen und einen Anlagehorizont von 20, 30 oder 40 Jahren hast (z.B. für die Altersvorsorge), dann sind thesaurierende ETFs aus meiner Sicht die bessere Variante. Warum ist das so? Hier werden die Erträge der Wertpapiere aus dem Index direkt in neue Anteile investiert. Du musst Dich also nicht selbst um die Wiederanlage Deiner Erträge kümmern und profitierst so vom Zinseszinseffekt.

Was es mit dem Zinseszinseffekt auf sich hat? Wenn Erträge (Zinsen oder Dividenden) nicht ausgeschüttet, sondern direkt wieder angelegt werden, wächst das Kapital nicht linear sondern exponentiell, also mit einer zunehmenden Dynamik. Albert Einstein hat den Zinseszinseffekt einst als die „stärkste Kraft im Universum“ bezeichnet.

Ich persönlich wähle, wo immer es möglich ist, thesaurierende ETFs, da ich mich in der Anspar- / Vermögensaufbauphase befinde. So komme ich auch gar nicht erst in Versuchung, die Ausschüttungen zu verkonsumieren statt zu reinvestieren.

Wollte ich aus meinem bereits aufgebauten Vermögen regelmäßig Erträge generieren, wäre die ausschüttende Variante die bessere.

Manche Leute bevorzugen auch ausschüttende ETFs, weil regelmäßig Cash fließt und sich im Laufe der Jahre hierdurch ein steigendes „passives Einkommen“ aufbaut. Dies kann durchaus eine motivierende Wirkung entfalten.

Es gibt hier also kein „richtig“ oder „falsch“, sondern die Ertragsverwendung ist eine Frage Deiner Präferenzen und Deiner Lebenssituation.

Kosten: Total Expense Ratio (TER)

Weiter geht es mit dem vierten ETF-Auswahlkriterium: Den Kosten. Einer der großen Vorteile von ETFs sind die geringen Kosten im Vergleich zu anderen Geldanlagen, z.B. aktiv gemanagten Fonds.

Aber auch wenn Du schon die Grundsatzentscheidung „pro ETF“ getroffen hast lohnt es sich, die ETF-Gebühren und sonstigen laufenden Kosten bei der Auswahl eines konkreten ETFs im Blick zu haben.

Die Gesamtkostenquote („Total Expense Ratio“ = TER) gibt die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds an. Sie umfasst Verwaltungsgebühren, Betriebsgebühren und sonstige Gebühren wie z.B. Depotgebühren des ETFs.

Anders als der Name nahelegt, beinhaltet die TER aber nicht alle Kosten, die in einem ETF enthalten sind. Nicht enthalten sind z.B. Transaktionskosten auf Fondsebene. Diese entstehen, wenn ein ETF sein Portfolio umschichten muss, um an den Index angepasst zu werden.
Die TER kannst Du dem Factsheet entnehmen.

Einen kompletten Blick auf die Kosten liefern die „Total Cost of Ownership (TCO)“, die allerdings nicht dem Factsheet des Fonds (dieses findest Du auf der Website des Anbieters oder Online Brokers) entnommen werden können. Die TCO umfasst weitere interne ETF-Kosten sowie externe Kosten.

Dennoch gilt: Die TER ist eine wichtige Kennzahl, um die Kosten eines ETFs zu kalkulieren. ETFs mit einer geringeren TER haben tendenziell eine höhere Rendite als ETFs mit einer höheren TER. Ganz so eindeutig lässt sich das aber leider auch nicht formulieren.

Und dies liegt an der sog. Tracking Difference.

Tracking Difference

Die Tracking Difference stellt daher das fünfte Auswahlkriterium dar.

Für aktiv gemanagte Fonds gilt ein Referenzindex häufig als „Benchmark“, die es zu schlagen gilt. In den seltensten Fällen gelingt dies allerdings, schon gar nicht über einen langen Zeittraum.

Passiv gemanagte Fonds / ETFs entwickeln sich hingegen immer genau wie ein Referenzindex, abzüglich der sog. Tracking Difference.

Ein Indexfonds muss – anders als der Referenzindex selbst – stets Nebenkosten des Investierens verkraften, welche die Rendite schmälern. Insofern ist immer eine Renditedifferenz zum Referenzindex zu beobachten.

Die Tracking Difference sollte nach Möglichkeit minimal sein, so dass eine möglichst geringe negative Renditeabweichung vom Index auftritt. Die Tracking Difference ist umso geringer, je niedriger die Betriebskosten des Fonds sind.

Auf der verlinkten Website kannst Du die Tracking Difference für konkrete ETFs prüfen.

Rechenbeispiel

Den Einfluss der Wertentwicklung und der Kosten auf den Vermögensendwert möchte ich nun anhand eines kleinen Rechenbeispiels verdeutlichen.

Die TER ist bei ETFs i.d.R. deutlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Dies führt über langfristige Anlagezeiträume (im Rechenbeispiel: 40 Jahre) zu deutlichen Unterschieden beim Vermögensendwert, wie folgendes Beispiel zeigt:

monatliche Sparrateeingezahltes KapitalEndwert bei Wertentwicklung +2% p.a.Endwert bei Wertentwicklung +4% p.a.Endwert bei Wertentwicklung +7% p.a.
100 €48.000 €73.265 €116.487 €248.552 €
Kosten 1,5% p.a.52.948 €81.154 €165.180 €
Kosten 0,5% p.a.65.536 €102.956 €216.371 €

Die Berechnung habe ich durchgeführt mit dem Fondsrechner zum Fondssparen auf der Seite Zinsen-berechnen.de. Die genannten Kosten stellen die Verwaltungsgebühr dar. Einen Ausgabeaufschlag habe ich bei diesem Beispiel außen vor gelassen.

Das Beispiel macht deutlich, wie wichtig es ist, auf eine renditeträchtige Anlage (Aktien!) zu setzen und gleichzeitig die Kosten im Blick zu haben.

Die Unterschiede im Vermögensendwert sind gewaltig.

Fondsvolumen

Die o.g. Kriterien sind aus meiner Sicht die wichtigsten. Weiterhin solltest Du aber aus meiner Sicht – als sechstes Auswahlkriterium – bei der Auswahl eines ETFs auch das Fondsvolumen im Blick haben.

Vom Fondsvolumen hängt nämlich die Wirtschaftlichkeit eines Fonds ab. Ist das Fondsvolumen eines ETFs dauerhaft zu gering, besteht die Gefahr, dass der ETF von der Fondsgesellschaft geschlossen („liquidiert“) wird. Dein Geld ist dann zwar nicht „weg“, aber Du musst Dich erneut um die Anlage kümmern. Hierbei entstehen auch wieder Transaktionskosten.

Als Faustregel gilt, dass ab einem Fondsvolumen von 100 Millionen Euro eine Wirtschaftlichkeit in den meisten Fällen gegeben ist.

Nachdem ich auf die aus meiner Sicht wichtigsten ETF-Auswahlkriterien eingegangen bin, möchte ich Dir zum Schluss noch einige Dinge mit auf den Weg geben.

Bezahle Dich selbst zuerst

Mein Tipp: Bezahle Dich selbst zuerst. Richte einen Dauerauftrag für den ETF-Sparplan direkt zum Monatsanfang (bzw. nach dem Eingangsdatum Deines Gehalts) ein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Du – nach Abbuchung von Miete und sonstigen monatlichen Fixkosten – den Rest Deines Gehaltes verkonsumierst und am Monatsende kein Geld mehr zum Sparen übrig ist. Die Gleichung für Deine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung lautet nicht „Einnahmen = Fixkosten + Ausgaben“, sondern „Einnahmen = Fixkosten + Altersvorsorge + Ausgaben“.

So gewöhnst Du Dich direkt daran, dass weniger Geld für den monatlichen Konsum zur Verfügung steht. Wenn Du Deine Sparrate gut (d.h. ehrgeizig, aber gleichzeitig realistisch) kalkuliert und Dein Konsumverhalten im Griff hast, dann landest Du am Monatsende bei „Null“.

Wichtig ist, dass Du nicht ins Minus gerätst, denn die Überziehungszinsen sind teuer.

Der entscheidende Vorteil eines ETF-Sparplans: Vermögensaufbau „auf Autopilot“

Hast Du einen oder mehrere ETFs identifiziert und auf dieser Basis Deinen monatlichen ETF-Sparplan eingerichtet, dann hat dies einen großen Vorteil: Dein Vermögensaufbau läuft quasi „auf Autopilot“, denn Du musst Dir nicht jeden Monat überlegen, wieviel Geld zum Investieren übrig ist und in welcher Form Du das Geld anlegen musst.

Ein weiterer, häufig genannter Vorteil eines Sparplans ist der sog. Durchschnittskosteneffekt (“Cost Average Effect”). Dieser besagt, dass ein Anleger, der regelmäßig gleichbleibende Sparraten in einen Fonds investiert, im Durchschnitt einen günstigeren Einstiegspreis hat als bei einer Anlage in ganze Anteile. Dies kommt daher, dass man bei monatlich gleichbleibenden Sparraten bei höheren Kursen weniger Anteile kauft, bei günstigeren Preisen hingegen mehr Anteile.

Dieser Vorteil des „Cost Averaging“ wird allerdings in neueren wissenschaftlichen Untersuchungen bestritten.

Fazit

Wer jeden Monat einen festen Betrag investiert, kann mit einem ETF-Sparplan ohne großen Aufwand ein kleines (bzw. je nach Sparrate auch größeres) Vermögen aufbauen.

Wichtig hierbei ist: Möglichst früh anfangen (Stichwort „Zinseszinseffekt“), langfristig durchhalten und in Krisenzeiten einen kühlen Kopf bewahren. Über die Vorteile einer langfristigen Buy and Hold Geldanlage habe ich in einem separaten Artikel geschrieben.

Wichtig: Früh anfangen, langfristig durchhalten und einen kühlen Kopf bewahren.

Am besten, Du fängst jetzt direkt damit an und eröffnest ein Wertpapierdepot und richtest Dir einen ETF-Sparplan ein.

Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg!

Bildnachweis: © geralt von pixabay.com

Depotempfehlung*

Ich nutze für meine ETF-Sparpläne ein Depot von finvesto – und bin damit rundum zufrieden.

300x250

Teile diesen Beitrag

Wenn Dir mein Artikel gefallen hat, dann freue ich mich, wenn Du ihn (über die Social Media Buttons) in den sozialen Medien teilst. Vielen Dank dafür!

Click Here to Leave a Comment Below