Günstig reisen: Spartipps für den Urlaub

Günstig Urlaub machen – die folgenden Spartipps helfen Dir dabei, Geld für den nächsten Urlaub beiseite zu legen und günstig zu reisen.

Reisen ist eines meiner liebsten Hobbies. Momentan befinde ich mich im Urlaub in Thailand und entfliehe dem deutschen Winter.

Früher war ich im Winter meist Skifahren, doch seit einigen Jahren zieht es mich eher in die Sonne. Jahreszeitbedingt, läuft das immer auf eine Fernreise hinaus.

Das ist jedes Jahr wieder so großartig, dass ich gerne „mehr davon“ hätte. Da auch meine Einnahmen leider nicht unbegrenzt sind und ich außerdem möglichst viel Geld zurücklegen möchte, stellt sich also die Frage, wie ich aus meinem gegebenen Budget „mehr Urlaub“ herausbekomme.

Insofern habe ich im Urlaub nochmal ein wenig die Gedanken schweifen lassen, an welchen Stellhebeln sich ansetzen lässt, um günstig zu reisen und möglichst „viel Urlaub“ für sein Geld zu bekommen.

Meine Erkenntnisse teile ich mit Euch in diesem Artikel.

In diesen 3 Bereichen kannst Du für den Urlaub sparen

Die Sparaktivitäten rund um das Reisen lassen sich grob in drei Bereiche unterteilen:

  • Sparen im Alltag für den nächsten Urlaub
  • Sparen beim Planen und Buchen der Reise
  • Sparen im Urlaub.

Auf diese drei Aspekte gehe ich nachfolgend ein.

Sparen im Alltag für den nächsten Urlaub

Reisen kostet Geld, je nach Art und Häufigkeit sogar eine ganze Menge. Da die wenigsten von uns so viel Geld haben, dass sie nicht auf ihre Ausgaben achten müssten, ist Reisen immer auch eine Frage der Prioritäten.

Wenn Reisen für Dich wichtig ist, dann kannst Du in Deinem Alltag einiges dafür tun, Dir die nächste Reise leisten zu können.

Wenn Du Dein Ausgabenverhalten im Alltag in den Griff bekommen möchtest, empfehle ich Dir folgende Dinge:

  • Stelle mit einem Haushaltsbuch Transparenz über Deine Einnahmen und Ausgaben her.
  • Durchforste systematisch Deine Ausgaben nach Sparpotenzialen, insb. entlang der folgenden Kategorien: Auto, Wohnen & Haushalt, Konsumverhalten, Versicherungen / Abonnements / Verträge, Lebensmitteleinkauf.
  • Definiere (monatliche) Budgets und halte diese konsequent ein.

Konkrete Tipps, wie Du auf diesem Wege Deine Finanzen in den Griff bekommest, habe ich in einem separaten Artikel behandelt.

Hilfreich und motivierend ist es, seine Sparziele klar zu formulieren und (in Form von Fotos oder sogar mit Hilfe eines Vision Boards*) zu visualisieren.

Du kannst speziell für Dein Sparziel „Reisen“ auch einen monatlichen Dauerauftrag auf ein eigenes Konto einrichten.

Wenn Du also im Alltag bewusst mit Deinem Ausgabenverhalten umgehst, ist dies schonmal der erste Schritt zur nächsten Reise.

Der nächste Bereich, in dem sich Geld sparen lässt, ist die Planung und Buchung der Reise.

Sparen beim Planen und Buchen der Reise

Bequem ist es natürlich, einfach ins Reisebüro zu gehen und einen Pauschalurlaub zu buchen. Dies gilt nicht nur für die Variante „2 Wochen All Inclusive“ am Meer, sondern auch für flexibel kombinierbare Reisebausteine bei Rundreisen durch ein Land.

Ich möchte gar nicht behaupten, dass diese Angebote immer schlecht oder wenig individuell sind. Es gibt durchaus Spezialagenturen, die tolle Sachen im Angebot haben. Aber solche Angebote haben meist ihren (durchaus üppigen) Preis.

Günstiger ist es in der Regel, eine Reise selbst zu planen und direkt – ohne eine zwischengeschaltete Agentur – zu buchen. Dies erfordert zwar mehr Rechercheaufwand, aber mit einem guten Reiseführer oder den wertvollen Tipps von Reisebloggern kann man sich tolle, individuelle und authentische Reisen zusammenstellen.

Folgende Punkte solltest Du aus meiner Sicht bei der Reiseplanung im Blick haben:

  • Reisezeit: Sofern Du keine schulpflichtigen Kinder hast oder von Beruf Lehrer bist, kannst Du außerhalb der Schulferien / Hauptsaison reisen. Hierbei sind auch Feiertage im Land oder in der Region, die Du bereisen möchtest, zu beachten (z.B. das chinesische Neujahrsfest).
  • Unterkunft: Es muss nicht immer das 4- oder 5-Sterne-Hotel in (vermeintlicher) Bestlage sein. Ich buche gerne mal ein Appartment über Airbnb oder eine Ferienwohnung statt eines Hotels. Gerade Unterkünfte jenseits der Haupt-Touristenzentren sind oft relativ günstig und zugleich richtig authentisch.
  • Flugbuchung: Es muss nicht immer ein Direktflug sein. Bei Fernreisen lassen sich schnell mal mehrere Hundert Euro sparen, wenn Du eine Umsteigeverbindung statt eines Direktfluges wählst. Weiterhin kannst Du auch Geld sparen, wenn Du hinsichtlich An- und Abreisetag flexibel bist. Anbieter wie Swoodoo, Skyscanner oder World of Flights bieten entsprechende Suchfunktionen.
  • Flexibilität beim Flughafen: Es muss nicht immer der Heimatflughafen sein. Wer z.B. in Hannover wohnt, für den können auch Hamburg, Bremen oder Berlin eine Alternative sein. Statt Frankfurt kann es auch Köln oder Düsseldorf sein. Vergleichen lohnt sich.
  • Frühzeitig buchen: Es lohnt sich, früh nach Flügen zu suchen. Newsletter von Fluggesellschaften oder Anbietern wie Urlaubsguru, Travelzoo oder Urlaubspiraten helfen hierbei. Vermeintliche „optimale Flugbuchungszeitpunkte“ wie 10 Wochen vor Abflug sind meiner Wahrnehmung nach je nach Ziel sehr unterschiedlich. Eine allgemeingültige Aussage ist daher schwierig. Auch bei den Unterkünften gilt: Je früher Du buchst, desto größer ist die Auswahl und somit auch die Chance auf ein „Schnäppchen“.
  • Flexibilität beim Urlaubsziel: Wir sind schon oft in ein ganz anderes Land geflogen, als wir ursprünglich vorhatten. Häufig war ein günstiger Flugpreis hierfür ausschlaggebend. Gerade bei Fernreisen ist dies oft der größte Kostenblock und daher ein echter Hebel für eine günstigere Reise.
  • Preisniveau: Es lohnt sich, das Preisniveau im Reiseland und den aktuellen Wechselkurs des Euro zur Landeswährung im Blick zu haben. Während Südostasien ( z.B. Thailand, Bali oder Vietnam) tendenziell recht günstig ist, geht die Karibik schon mehr ins Geld. Auch in Europa gibt es spürbare Unterschiede, z.B. ist Kroatien meist günstiger als Frankreich oder Italien. Und auch innerhalb eines Landes gibt es deutliche Unterschiede: So ist Paros z.B. deutlich günstiger als Mykonos, obwohl beides griechische Inseln sind.

Doch nicht nur im Alltag oder bei der Reiseplanung, auch während der Reise lohnt es sich, die Kosten im Blick zu behalten.

Günstig reisen: Sparen im Urlaub

Die Einstellung „Ich habe Urlaub, da achte ich nicht auf’s Geld“ ist aus meiner Sicht wenig hilfreich. Du kannst Dir dadurch einen guten Teil Deiner Sparerfolge des Alltags oder bei der Reisebuchung wieder zunichte machen. Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, auch im Urlaub die Finanzen im Blick zu behalten. Letztendlich kannst Du Dich hierfür auch damit belohnen, dass die nächste Reise wieder ein Stück näher rückt.

Was also für Deinen Alltag zu Hause gilt, das ist auch im Urlaub hilfreich:

  • Budgets definieren: Statt das Geld munter und unkontrolliert rauszuhauen, ist es meiner Meinung nach sinnvoll, sich auch im Urlaub Budgets zu definieren: Pro Tag für das Essen und die Lebenshaltungskosten, für Ausflüge, Mietwagen, Souvenirs etc.
  • Haushaltsbuch führen: Um die Ausgaben im Blick zu behalten und die Budgeteinhaltung zu kontrollieren, lohnt es sich, auch im Urlaub die Ausgaben täglich zu erfassen.

Weiterhin ist es hilfreich, im Hinterkopf immer von der Reisewährung in Euro umzurechnen: Wenn Du (speziell bei Fernreisen)den Wechselkurs einer anderen Währung zum Euro nicht im Blick hast und Deine Ausgaben nicht umrechnest, geht die Transparenz verloren. Dies kann teuer werden. Sofern Du den Kurs nicht im Kopf hast, ist ein Währungsrechner hilfreich. Ich nutze hierfür die App My Währung.

Auch vor Ort im Urlaubsland lässt sich einiges an Geld sparen:

  • Flughafentransfer: Es lohnt sich, sich vor Abflug über die Möglichkeiten des Flughafentransfers am Zielort zu erkundigen. Häufig gibt es gute S-Bahn- oder Busverbindungen, die einem eine teure Taxifahrt ersparen.
  • Mobilität: Vor dem Thailand-Urlaub hat mich ein Kollege auf die App „Grab“ aufmerksam gemacht. Das ist eine Art „asiatisches Uber“, war deutlich günstiger als Taxis und hat super funktioniert. Zudem weiß man schon vor Buchung der Fahrt, was der Trip kostet. Ungewünschte Umwege zu Gunsten des Taxi- oder Tuktuk-Fahrers entfallen hierdurch… Eine Alternative können je nach Tour auch Fahrrad, Moped oder ein Mietwagen sein.
  • Mietwagen: Ein Auto bucht Ihr meiner Erfahrung nach am besten von zu Hause aus und vergleicht die Preise über ein Portal wie Check24 zum Mietwagenvergleich. Alternativ könnt Ihr auch die Preise manuell bei den großen, bekannten Anbietern vergleichen.
  • Essen: Wenn Ihr eine Ferienwohnung oder ein AirBnB bucht, könnt Ihr auch mal selber kochen statt ins Restaurant zu gehen. In Thailand ist es auch sehr günstig und lecker, sich in einer Garküche am Straßenrand zu versorgen. Das ist in jedem Fall günstiger und authentischer, als im Hotel oder einem Lokal in einem Touristenzentrum zu speisen.
  • Proviant: Für tagsüber nehme ich als Proviant gerne lokales Obst oder einen Snack vom Markt / aus dem Supermarkt mit. Das ist günstiger, als zweimal am Tag essen zu gehen.
  • Getränke: Wasser ist meist günstig, Softdrinks der üblichen (westlichen) Getränkekonzerne hingegen spürbar teurer. Auf Dauer geht das ins Geld. Am besten kauft man die Getränke im Supermarkt statt unterwegs. Für den Sundowner am Strand schmeckt ein gekühltes Bier aus dem Supermarkt genauso gut wie der Drink aus der (teuren) Strandbar.
  • Ausflüge: Statt teure Ausflüge bei einem Reiseveranstalter zu buchen, könnt Ihr Eure Ausflüge auch selbst organisieren. Gute Tipps gibt es im Reiseführer, auf Reiseblogs oder von Leuten vor Ort.

Weltweit kostenlos bezahlen und Geld abheben*

Vor jeder Reise stellt sich die Frage: Bargeld tauschen (und wenn ja im Reiseland oder zu Hause) oder im Urlaub abheben?

Ich habe gerne ein paar Scheine in der Landeswährung dabei und tausche diese vor dem Urlaub noch zu Hause (als „Cash Reserve“ – ich fühle mich damit einfach besser; es kann ja auch mal sein, dass bei Ankunft kein Automat verfügbar oder dieser defekt ist).

Ansonsten hebe ich gerne im Urlaubsland am Automaten ab. Das erste mal gleich nach Ankunft am Zielflughafen. Mit der Visa Card der DKB* ist das auch eine kostengünstige Variante. Du kannst damit weltweit kostenlos bezahlen und Geld am Automaten abheben:

DKB-Cash: Das kostenlose Internet-Konto

Fazit

Natürlich geht es nicht darum, im Urlaub extrem zu sparen und sich gar nichts zu gönnen. Ich persönlich bin nur der Meinung, dass ich mehr davon habe, etwas auf mein Ausgabenverhalten zu achten und dafür lieber schon etwas Geld für den nächsten Urlaub beiseite legen zu können.

Lieber mache ich einen Urlaub mehr, als es vor Ort so richtig krachen zu lassen. Aber das ist natürlich nur meine subjektive Meinung, und die Vorlieben sind unterschiedlich.

Oft geht aber meiner Erfahrung nach ein bewusstes Ausgabenverhalten und ein “Sich-Fernhalten“ von teuren Touri-Hotspots auch mit authentischeren Eindrücken einher. So habe ich häufig Geld gespart und gleichzeitig tolle, landestypische Erfahrungen gemacht.

In jedem Falle gilt, dass ich es noch nie bereut habe, für eine schöne Reise Geld ausgegeben zu haben. Die schönen Eindrücke und Erfahrungen wirken noch lange nach und sind für mich unbezahlbar.

Die Leidenschaft des Reisens ist das weiseste Laster, welches die Erde kennt. (Bruno H. Bürgel)

Bildnachweis: © crgutman von pixabay.com

Teile diesen Beitrag

Wenn Dir mein Artikel gefallen hat, dann freue ich mich, wenn Du ihn (über die Social Media Buttons) in den sozialen Medien teilst. Vielen Dank dafür!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN
No related posts for this content

Click Here to Leave a Comment Below